Revolverheld Unplugged

„Darf ich bitten, nehmt eure Beine in die Hand. Darf ich bitten, zieht eure Köpfe aus dem Sand. Darf ich bitten, werft die Gläser an die Wand. Darf ich bitten.“

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Darf ich bitten! Still stehen durfte man nicht am letzten Donnerstag im März in der Getec Arena. Revolverheld kehrte mit ihrer MTV Unplugged Tour nach Magdeburg zurück. Bereits 2014 spielte die Band im deutlich kleineren AMO die „Immer in Bewegung“ Tour.

Als Vorband trat der österreichischer Singer/ Songwriter Julian Le Play auf. Gemeinsam mit zwei Bandkollegen spielte er seine Songs, wie z.B. „Hand in Hand“. Dabei begeisterte er vor allem mit seiner Stimme und gefühlsvollen Texten. Zwischen den Songs ließ er durchblicken, wie er es eigentlich geschafft hatte, als Vorband von Revolverheld durch Deutschland zu touren. Am Anfang der Geschichte stand ein Julian Le Play Konzert in Österreich und einer anschließende After Show Party in einem Club, irgendwo in Wien. Das man dann, auf der Toilette den Frontmann der Band Revolverheld, Johannes Strate, trifft, das wusste der Österreicher vorher wahrscheinlich nicht. Wie das Schicksal es so wollte, hatte Le Play eine Demo CD dabei, die er kurzum Strate auf der Toilette zusteckte. Anscheinend ging sein Plan auf und Le Play stand schmunzelnd vor der Menge, nachdem er seinen letzten Song gesungen hatte und sich von dem Publikum verabschiedete.

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Während der Umbauphase erschien auf der großen Leinwand auf der Bühne ein „Refugees Welcome“ Banner, mit dem die Band ein positives Zeichen setzte.

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Die gesamte Revolverheld Tour 2016 basierte auf dem MTV Unplugged Auftritt. Dafür wurden sowohl alte, als auch neue Songs neu arrangiert und insgesamt drei Akten zugeordnet. Mit dem Song „Bands deiner Jugend“ begann der 1. Akt auf einer kleineren Bühne, mitten im Publikum. Revolverheld spielte einige Songs, bevor dann gewechselt wurde und die folgenden zwei Akte auf der großen Bühne mit wechselndem Hintergrund folgten. Zwischendurch wurden Witze gemacht und immer wieder kleine Geschichten erzählt. Schließlich wurden Lose gezogen, wer diesen Abend die Ehre hatte für das Publikum zu rappen. Niels sog das „Rap- Los“ und verschwand kurz hinter der Bühne, um wenige Minuten später, mit Matrosenhut und Goldkette, als „McNiels“ wieder auf die Bühne zu springen und los zu rappen. Das Publikum feierte.

Die folgenden Lieder wurden mal ruhiger, mit Unterstützung durch weiblichen Gesang und Julian Le Play. Andere wurden lauter und ausgelassener, sodass man tanzen und mitsingen konnte. Den gesamten Abend über kam eine gemütliche, aber ausgelassene Stimmung auf. Es wurde mitgesungen, es wurde getanzt, es wird gelacht und einfach nur ein gut gespieltes Revolverheld Konzert genoßen.

Die neuen Arrangements sind sehr gut geworden, auch wenn einige Songs ziemlich stark verändert wurden. Besonderer Höhepunkt war das kleine Orchester im letzten Akt, das aus mehreren Streichern und Bläsern bestand und den Songs noch eine besondere Note verliehen. Man entdeckte neue Kleinigkeiten in den Songs und merkte, dass sich alle Beteiligten, ob nun auf, neben oder hinter der Bühne im Vorfeld und während des Konzertes viel Mühe gegeben haben, damit es ein gelungener Abend wurde.

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